Das Leben mit Chronischen Autoimmunkrankheiten

MetallicBags

Hallo ihr schönen Menschen,
eigentlich wollte ich nur etwas über tolle metallische Taschen schreiben, die ich neulich bei Peek und Cloppenburg entdeckt habe. Aber dann dachte ich mir: hey, das könnt ihr auch in einem der 23478324 Modemagazine nachlesen, warum solltet ihr dafür auch noch meinen Blog lesen? Eben. Deswegen wird es heute mal wieder etwas persönlicher auf meinem Blog. Und zu den metallischen Taschen kommen wir auch noch, versprochen 😉

Gesundheit ist nicht selbstverständlich

Durch einen Krankheitsfall in der Familie ist mir wieder aufgefallen, wie wichtig doch die Gesundheit ist und wie schnell man sie für selbstverständlich hält. Lange habe ich das auch getan, aber nachdem ich gleich doppelt mit Autoimmunerkrankungen ausgestattet wurde (Hashimoto und Zöliakie) und dadurch auch mit Krankenhausaufenthalten vertraut bin, gehe ich mit dem Thema viel bewusster um. Spätestens seit Lena Dunhams Post über Endometriose oder Selena Gomez Statements über Lupus wurde mir klar: Es gibt so viele Menschen, die an chronischen Krankheiten leiden. Diese Krankheiten lassen einen schwach fühlen lassen, schränken den Alltag ein, machen müde, bringen Schmerzen oder ziehen einen runter. Aber sie machen uns auch stärker! 

Während ich mich an meine Schilddrüsenerkrankung Hashimoto und ihren Symptomen gewöhnt habe, da ich sie bereits seit Kindertagen habe, hadere ich gelegentlich noch mit meiner Glutenallergie bzw. Zöliakie. Denn mal eben ein belegtes Brötchen auf dem Weg zur Arbeit, Kuchen am Mittag, Nudeln zum Abendessen, Bier am Wochenende – Was für die meisten Menschen Alltag ist, ist es für mich seit gut 2 Jahren nicht mehr. Denn ich gehöre zu dem geringen Prozentsatz der Bevölkerung, die kein Gluten verträgt. Also wirklich gar nicht. Nicht einmal ein kleines Krümelchen. Denn das ist es, was die Krankheit Zöliakie bedeutet: lebenslanger Verzicht auf Gluten, also alle Produkte die das Klebereiweiß Gluten enthalten. Das sind Weizen, Gerste, Roggen und einige weitere Getreidesorten, welche in Brot, Pizza, Nudeln, Kuchen, Bier, vielen Süßigkeiten, Suppen, Soßen und sogar einigen Medikamenten oder in mancher Zahnpasta enthalten sind. Wurden glutenfreie Nudeln in dem gleichen Wasser wie normale Nudeln gekocht, darf ich selbst die nicht essen.

Wenn der Körper sich selbst angreift

Anders als bei Laktose oder anderen Lebensmittelallergien ist die Zöliakie nicht direkt eine Allergie, sondern eine Krankheit, bei der der Organismus den eigenen Körper angreift. Während mein Körper bereits durch die Autoimmunkrankheit Hashimoto das Gewebe meiner Schilddrüse angreift, entwickelt er durch die Zöliakie auch Antikörper gegen Gluten, die sich ebenfalls gegen meinen eigenen Körper richten.

Halte ich mich nicht an den Glutenverzicht, habe ich mit kurzfristigen, mittelfristigen und vor allem mit langfristigen Konsequenzen zu rechnen. Denn das Schlimme ist nicht einmal unbedingt die Übelkeit und die Bauchkrämpfe (ok, es ist auch nicht gerade angenehm, wenn man sich mehrmals übergeben muss und den ganzen Tag mit Magenschmerzen zu kämpfen hat), aber viel mehr habe ich Angst vor den langfristigen Folgen: das Risiko noch eine weitere Autoimmunkrankheit zu bekommen, das Krebs-Risiko zu erhöhen, Mangelerscheinungen zu bekommen, da mein Körper wichtige Nährstoffe nicht mehr richtig aufnehmen kann, Depression, Nervenstörungen oder Hautentzündungen zu kriegen oder durch die verminderte Fruchtbarkeit keine Kinder bekommen zu können. Mittelfristig habe ich ca. 2-3 Wochen ein geschwächtes Immunsystem, werde schneller krank, bin dauernd müde und erschöpft, denn schon kleinste Mengen Gluten lösen in meinem Körper eine Reaktion aus. 
Also lasse ich es lieber und widerstehe der Versuchung, denn es gibt leider kein Heilmittel, keine Pille, keine Therapie

Ich bin die mit den Extrawünschen

Leider wird diese Krankheit meistens nicht ernst genommen, weil es gerade hip ist kein Gluten zu essen. Oft werde ich von Kellnern schräg angeguckt, wenn ich frage ob da Gluten drin ist. Gemein ist es, wenn sie es abtun, mir mit einem „Jaja, ist alles glutenfrei“ antworten, aber eigentlich nur keine Lust auf Extrawünsche haben und mich doch etwas essen lassen was nicht glutenfrei ist. Und ich dann mit den Konsequenzen zu kämpfen habe. Aber ich will kein Mitleid, ganz im Gegenteil. Wenn ich mit anderen Personen unterwegs bin und wir essen gehen, versuche ich einfach das auszuwählen von dem ich weiß, dass es glutenfrei ist (Salat, Fleisch und Gemüse geht eigentlich immer), um gar nicht erst das Thema auf den Tisch kommen zu lassen. Warum auch? Schließlich fühle ich mich sonst nicht krank.

Denn das Gute ist: Wenn man sich strikt an den Glutenverzicht hält, dann ist die Krankheit quasi nicht existent und der Körper rappelt sich wieder auf und funktioniert wie gewohnt. Und genau das ist es was ich euch sagen will: Wir Menschen mit chronischen Krankheit dürfen zwar mit unserem Schicksal manchmal hadern, aber wir müssen uns immer wieder aufrappeln und aufstehen! Wir müssen uns mit unserer Situation arrangieren und sie akzeptieren (das hat bei mir sehr lange gedauert, denn ich wollte mich als absoluter Genussmensch mit dieser drastischen Einschränkung im Alltags nicht abfinden). Aber haben wir das geschafft, sind wir so viel stärker geworden und leben bewusster, denn wir wissen, dass wir alles meistern können und dass Gesundheit nicht selbstverständlich ist :) 

Positive Vibes only

Zu diesen positiven Vibes passen wunderbar die schillernden Taschen, die ich anfangs bereits erwähnt hatte. Denn sie machen einfach gute Laune, geben jedem Outfit eine besondere Note und heben sich von dem sonstigen Einheitsbrei ab. Der metallische Look ist perfekt als Handtasche, aber auch als City-Rucksack oder Shopper. Besonders angetan hat es mir dieses schöne Modell. Einen ähnlichen Rucksack wie auf den Bildern findet ihr hier. Generell gibt es auf der Webseite von Peek und Cloppenburg auch viele weitere schöne Teile um den Look zu vervollständigen, wie zum Beispiel den schwarzen Hoodie der zur Zeit sehr angesagten Marke Love Moschino oder Ellesse.

 

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Habt ihr auch chronische (Autoimmun-)krankheiten? Und wenn ja, wie geht ihr damit um? Ich freue mich über euer Feedback!

Metallischer Rucksack

Tasche gold

*Unterstützung durch P&C Düsseldorf

4 Comments

  • Ich habe auch Zöliakie. Ich gehe damit in der Öffentlichkeit relaxed um und meist wissen das die Leute auch gar nicht. Ich mache es selten zum Thema, bestelle im Restaurant Speisen die sicher glutenfrei sind und dann passt das schon 😉 Ich habe schon seit der Geburt Zöliakie, deswegen kenne ich auch gar kein anderes Leben.

    Was Autoimmonkrankheiten mit Metallic Taschen zu tun haben, erschließt sich mir aber nicht so ganz 😉

    Viele Grüße,
    Emilie

    • Hi Emilie,
      danke für deine Worte! Schön, dass du so locker damit umgehst :) Aber klar, du kennst es ja auch nicht anders :) Kann zwar positiv sein, weil du dich dann nicht umgewöhnen musstest, aber toll ist es natürlich trotzdem nicht.

      Haha und wie am Anfang beschrieben wollte ich eigentlich nur über Mode schreiben, aber ich glaube das braucht man in Zeiten von Instagram und Co nicht mehr unbedingt in einem ganzen Blogpost machen 😉 Deswegen der kleine Switch :) Ein paar Bilder braucht so ein Blogpost ja schließlich auch und was ich da trage kann man dann dazu auch noch finden :)

      Liebe Grüße,
      Lara

  • Sehr schöne ehrliche Worte zu den Autoimmunerkrankungen. Ich habe auch eine (Morbus Basedow), die eine Schilddrüsenüberfunktion mit sich zieht. Die Symptome sind auch sehr unschön: Herzrasen, hoher Blutdruck und Puls, mögliche Einschränkung der Augen oder das Auftreten von sogenannten Glubschaugen (die hab ich zum Glück nicht!), Migräne, Schlafstörungen, übermäßiges Schwitzen..
    mit meinen Tabletten geht das wohl, aber wenn die Dosis nicht (mehr) passt, dann tritt das alles wieder ein. Ich hoffe, das bleibt gut mit den Pillen, sonst droht ne OP oder ne Radio-Iod Therapie.

    Und auf deinen Bildern fand ich die Stiefel cool, stehen dir super!

    Halt die Ohren steif!
    Liebe Grüße aus Oldenburg :)
    Michelle

    • Hi Michelle,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Die Symptome kenne ich zu gut, bei Hashimoto sind sie sehr ähnlich, da sie anfangs meist mit einer Schilddrüsenüberfunktion beginnt und dann in einer Unterfunktion endet. Wenn meine Tabletten zu hoch eingestellt sind, dann habe ich auch wieder einen „Schub“ und falle in die Schilddrüsenfunktion zurück. Daher kann ich das sehr gut verstehen und drücke dir die Daumen, dass alles im Lot bleibt!

      Allerliebste Grüße und halte du auch die Ohren steif :)
      Lara

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