Mein 25. Geburtstag – 25 Dinge die ich in 25 Jahren gelernt habe

Am 03.12. bin ich 25 Jahre alt geworden, ein Vierteljahrhundert, eine große Zahl und irgendwie ein Meilenstein – höchste Zeit mal darüber nachzudenken, was ich so in den letzten Jahren gelernt habe. Welche Schlüsse habe ich aus welchen Situationen gezogen, was habe ich richtig gemacht und was falsch? Früher habe ich mir immer vorgestellt, dass ich mit 25 Jahren schon richtig „erwachsen“ bin: Dass ich ein Haus mit Garten habe, über Steuern und Versicherungen Bescheid weiß und mein Leben voll im Griff habe. Und heute? Fühle ich mich kein Stück älter als 18, naja gut, vielleicht 21, mache noch meinen Master und habe weder Haus und Garten, noch einen Plan über bürokratische Formalitäten. Was sich in den letzten Jahren aber definitiv geändert hat, ist meine Einstellung zu mir selbst und gewissen anderen Dingen. Welche das sind, erfahrt ihr hier:

1.  Es ist in Ordnung, Freitags früh ins Bett zu gehen.

Ja, auch wenn andere Party machen. Manchmal ist Schlafen einfach das Schönste auf der Welt. Mit Mitte 20 ist man jung genug, um zu feiern, bis die Musik aus und die Lichter angehen, aber auch alt genug, es sein zu lassen, wenn man müde ist, die Leute anstrengend sind oder der Abend schlicht und einfach nicht in Fahrt kommt. 

2. Auch Eltern werden älter.

Eigentlich ja klar. Es hat aber trotzdem etwas gedauert, bis mir das wirklich bewusst wurde. Plötzlich macht man sich Sorgen und fragt sich, wie lange sie noch so gesund bleiben und ob sie mit ihrem Leben wirklich zufrieden sind. Wie sieht ihr Alltag aus, seitdem sie nicht mehr arbeiten? Was erfüllt sie? Melde ich mich oft genug? Fehlt ihnen etwas? Früher habe ich immer gedacht, dass ich völlig unabhängig bin und kein Problem damit hätte monatelang von meiner Familie getrennt zu sein – Hauptsache raus in die Welt, möglichst weit weg und auf keinen Fall spießig sein! Heute weiß ich, was für eine wichtige Basis meine Familie ist und wie sehr ich sie in meinem Leben brauche. Wenn die Welt um mich herum einstürzt, weiß ich wohin ich gehen kann. Und auch, wenn ich einfach nur Lust auf ein warmes Abendessen habe.

3. Deine Eltern hatten Recht.

Wo wir gerade beim Thema sind – ja, meine Eltern hatten Recht. Mit so vielem und fast allem. Eine Einsicht, gegen die sich mein pubertierendes Ich nur allzu sehr sträubte. Aber das ist vollkommen in Ordnung und man muss auch nicht alles anders machen als die Eltern. Manchmal kann man die guten Ratschläge auch einfach mal annehmen und wirklich ein Unterhemd unter den Pullover anziehen, damit man nicht friert.

4. Friends not for ever.

Es ist okay sich von Freunden zu trennen. BOOM, jetzt ist es raus. Das bedeutet nicht, dass man seinen kompletten Freundeskreis überdenken und austauschen muss. Es bedeutet, ehrlich zu sein – vor allem zu sich selbst – und sich aus einer Beziehung zu lösen, wenn der einzige Inhalt ist, dass man ja schon so unglaublich lange befreundet ist.

5. Niemand ist perfekt.

Die ist schlanker, die ist hübscher, die ist reicher, die ist erfolgreicher und sowieso läuft alles bei mir falsch. Nein, Vergleiche tun nicht gut und führen nur dazu, dass wir uns schlecht fühlen. Vor allem hindert es uns daran, uns daran zu erfreuen, was wir haben und mit was wir in unserem Leben schon Erfolg hatten. Auch wenn das Gras auf der anderen Seite viel grüner aussieht, sollte man sich mit Mitte Zwanzig endlich von den Teenie-Oberflächlichkeiten und dem zu schnellen Schubladendenken lösen. Auch wenn uns eine Welt der perfekten Körper, perfekten Beziehungen und perfekten Leben vorgegaukelt wird: die Realität sieht nunmal anders aus. Niemand ist perfekt und jeder hat sein Päckchen zu tragen. Also einfach mal auf sich selbst besinnen und tief durchatmen. Macht das Leben nur leichter. 

6. Gehe niemals mit leerem Magen einkaufen.

Freunde, das ist eine wichtige Weisheit, wenn man nicht seine gesamten Ersparnisse im Supermarkt lassen will, nur um sich mit fünf Portionen Nudeln, zwei Torten und ein Kilo Ben & Jerry’s Eis für den Abend einzudecken. Es ist nicht so, dass ich selbst diese Weisheit nicht oft genug missachte, aber ich werde immer wieder eines Besseren belehrt.

7. Abends abschminken ist Pflicht.

Die Haut verzeiht einem nicht mehr alles. Also sollte man sie immer gut behandeln.

8. Atme tief durch.

Einmal, zweimal, dreimal. Atme erst einmal durch, bevor du sauer wirst. Bevor du etwas Dummes sagst. Atme durch, bevor du eine neue Aufgabe angehst. Nimm dir die Zeit.

9. Cry a river, build a bridge, get over it.

Früher galt: Je unnahbarer und arschiger der Typ, desto besser. Leider war das oft genug mit viel Drama verbunden. Heute weiß ich zum Glück, dass solche Typen eher anstrengend als sexy sind und es sich nicht lohnt, so jemandem hinterherzurennen. Es ist so viel schöner eine Konstante zu haben und nicht immer einer toxischen Achterbahn der Gefühle ausgesetzt zu sein. Löse dich von dem, was dir nicht gut tut.

10. Die Sache mit dem Charakter.

Oft habe ich schon gehört, dass die Jahre von Anfang bis Mitte 20 wie eine zweite Pubertät sind. Nicht so bockig, aber genauso extrem was die eigene charakterliche Entwicklung angeht. Meistens kommt der Moment dieser Erkenntnis, wenn man wieder zurück in der Kleinstadt-Heimat ist und all die alten Gesichter wiedersieht. Auf einmal wird einem bewusst, wie sehr man sich weiterentwickelt hat und dass man nun weiß, wer man ist und wer man sein will – und zwar mit all seinen Stärken und Schwächen.

11. Menschen sind unterschiedlich und das ist auch gut so.

Damit fügt sich dieser Punkt schon direkt an. Man darf nicht erwarten, dass jeder gleich ist und gleich denkt wie man selbst. Verurteile also Andere nicht dafür. It’s as simple as that.

12. Chill mal.

Oft ist man sein größter Gegner und setzt sich am stärksten unter Druck. Als Person mit fast unerfüllbaren Ansprüchen an sich selbst weiß ich nur zu gut, was das bedeutet. Dabei sollte man sich viel öfter daran erinnern, dass man nicht zu hart zu sich selbst sein sollte. Wir haben uns daran gewöhnt, dass man immer 100% geben muss und dass es uns dabei gut gehen soll – und zwar immer und überall. Wir sorgen dafür, dass wir der Welt ein glückliches Bild von uns selbst präsentieren. Dabei ist es völlig in Ordnung, wenn es uns zwischendurch mal schlecht geht oder wir die Dinge eben nicht so hinbekommen, wie wir sie gerne hätten. Das Leben ist nunmal kein Ponyhof. 

13. Es ist nicht verwerflich, sich selbst öfter mal an erste Stelle zu setzen.

Ich neige häufig dazu, mich selbst zu übernehmen. Und damit meine ich nicht nur, dass ich mir zu viel Arbeit auflade und mich dadurch unnötig stresse. Ich bin auch ziemlich schlecht darin „Nein“ zu sagen – zu Familie, zu Freunden, zu zusätzlichen Aufgaben und Gefallen. Ich habe immer das Gefühl, dass ein Nein bedeutet, jemanden im Stich zu lassen. Man sollte sich aber gelegentlich ins Gedächtnis rufen, dass man nicht für alles zuständig ist, man niemanden Rechenschaft schuldig ist und auch ein Nein für Andere kein Weltuntergang ist. Manchmal ist es ihnen gar nicht bewusst, was für einen Aufwand der Gefallen für dich bedeuten würde und sie sind nicht böse, wenn du einfach mal nicht alles stehen und liegen lässt, weil ihnen nur mal gerade der Sinn nach etwas Bestimmten steht.

14. Impulskäufe machen meistens nur kurz glücklich.

Gerade in den letzten Jahren ist mir aufgefallen, wie viel Geld ich für Dinge ausgegeben habe, die ich eigentlich gar nicht brauche und die mir mittlerweile gar nicht mehr gefallen. Stattdessen dienen sie als Staubfänger in der Wohnung oder verstopfen den Platz im Kleiderschrank. Mein Freund fragt bei jeder neuen Anschaffung, ob wir das wirklich brauchen. Am Anfang hat mich das genervt, aber heute weiß ich, dass diese Taktik Sinn macht. Die Drei-Nächte-Regel hilft dabei: Wenn du etwas unbedingt haben möchtest, solltest du drei Nächte darüber schlafen, bevor du es dir kaufst. Wenn du es dann immer noch haben möchtest: Go for it! Wenn du es eigentlich schon fast vergessen hast, lass es bleiben. Schont nicht nur den Geldbeutel, sondern trägt auch zu einem bewussteren Umgang mit dem eigenen Konsumverhalten bei.

15. Lasse Reden.

Ja, die Band „Die Ärzte“ hat es schon gesagt: „Lass die Leute reden und hör ihnen nicht zu, die meisten Leute haben ja nichts Besseres zu tun“. Ganz genau so ist es! Man darf sich von dem, was andere Leute reden oder denken könnten, nicht davon abbringen lassen, man selbst zu sein. Lass dich durch Gerede nicht verunsichern und mach dein Ding. Es ist dein Leben.

16. Fleiß ist schön.

Früher galt es als streberisch, heute finde ich es wundervoll: Das Gefühl produktiv zu sein und etwas zu schaffen ist unglaublich gut. Bis Mittags zu schlafen ist für mich nicht mehr „cool“, sondern unangenehm. Was hätte man in der ganzen Zeit machen oder erledigen können? Ich mag es, am Abend mit dem Gefühl einzuschlafen etwas geschafft zu haben.

17. Wer sich sorgt, leidet zwei Mal.

Dieser Spruch trifft es einfach auf den Punkt: Ich kann mir jetzt den ganzen Tag vermiesen indem ich mir Sorgen mache oder ich leide dann, wenn es soweit ist.

18. Du kannst nicht mehr trinken wie mit 18.

Mit 18 kreisten die Gedanken vor allem darum, wo man am nächsten Wochenende feiern geht, man kannte beim Trinken keine Grenzen und trotzdem hat man seinen Alltag mit links geschmissen. Wenn ich heute nach einer durchzechten Nacht aufwache, fühle ich mich komplett gerädert und kann mit dem angebrochenen Tag eigentlich nichts Produktives mehr anfangen. Der Metabolismus wird unausweichlich langsamer – so ist es eben. 

19. Verlasse deine Komfortzone und tue verdammt nochmal das, was du schon immer tun wolltest.

Ich weiß, in der Komfortzone ist es bequem. Da ist es einfach. Aber die Komfortzone hindert einen daran, sich weiterzuentwickeln und zu wachsen. Nur wenn man offen dafür ist neue Dinge auszuprobieren, neue Erlebnisse zu sammeln und nicht immer das zu machen, was man schon immer getan hat, kann man lernen. Also wenn du schon immer etwas tun wolltest, dann scheiß‘ einfach auf alles und mach es endlich!

20. Freunde sind Menschen, bei denen Entfernung keine Rolle spielt.

Wenn man viel umzieht, dann liegen plötzlich viele Kilometer zwischen einem und den Freunden. Man sieht sich nicht mehr jeden Tag und man hört auch nicht mehr jeden Tag etwas voneinander. Die Freundschaften brauchen mehr Pflege, weil man sich nicht ohne Eigeninitiative regelmäßig in der Schule, Uni oder im Job sieht. Dafür fühlen sie sich richtiger und enger an als je zuvor. Denn wenn man wieder zusammenkommt, dann ist es, als wäre man nie getrennt gewesen. Das sind die wirklichen Freunde, auf die es ankommt.

21. Luxus ist der kleine Moment.

Ein gutes Lied im Radio, ein frisch gebrühter Kaffee, ein Spaziergang bei Sonnenaufgang – all diese Dinge sind Luxus und nichts davon kostet viel Geld. Ich habe gelernt, dass Luxus darin besteht den Moment zu genießen und sei es nur ein entspannter Sonntagnachmittag zuhause. Denn Zeit ist wertvoll. War nicht grad noch 2016? Habe ich nicht gerade noch meinen 20. Geburtstag gefeiert? Irgendwann checkt man, wofür man seine Zeit gern hergibt – und wofür ganz sicher nicht.

22. Ein Geschirrspüler ist Gold wert.

Bis vor Kurzem habe ich es immer für unnötig gehalten, aber seitdem wir einen Geschirrspüler haben weiß ich ihn wirklich zu schätzen. Und meine Hände auch.

23. Die beste Art Geld auszugeben ist für Reisen.

Und damit meine ich wirkliches „Reisen“ und nicht nur Urlaub machen, denn es erweitert den eigenen Horizont ungemein. Ich bin wahnsinnig dankbar dafür, die Möglichkeit zu haben neue Orte, Kulturen und Lebensweisen in anderen Ländern kennenlernen zu können. Ganz nach dem Motto: „Travel is the only thing you buy, that makes you richer.“

24. Verkaufe dich nicht unter Wert.

Leider habe ich die Angewohnheit, vor „Autoritätspersonen“ nicht selbstbewusst genug aufzutreten. Stattdessen lasse ich mich auf Aufgaben und Deals ein, die ich eigentlich gar nicht machen möchte, nur um höflich zu sein. In den letzten Jahren habe ich aber immer mehr gelernt, meine Fähigkeiten nicht mehr runterzuspielen, sondern zu wissen was sie wert sind.  Ich bin schließlich kein naives 16-jähriges Mädchen mehr, das Anderen die Entscheidungen überlässt. Damit ist man nicht gleich unhöflich – im Gegenteil. Es zeugt von Selbstvertrauen und Professionalität und nur so kann man ernst genommen werden.

25. Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es nicht das Ende.

Manchmal laufen die Dinge wie geschmiert, manchmal geht scheinbar alles den Bach runter. Es sind immer temporäre Phasen und das merkt man spätestens, wenn der Liebeskummer ein paar Mal überlebt, der Was-tue-ich-mit-meinem-Leben-Frust längst vergessen ist und man langsam aber sicher weiß, dass nach dem Regen auch wieder Sonne scheint. 

Schreibt mir gerne in die Kommentare ob Punkte dabei sind, die ihr genauso seht :)

Farbe bekennen im Winter

Ich mag es im Winter Geburtstag zu haben, denn ich liebe die Weihnachtszeit. Womit ich mich aber bis heute nicht so richtig anfreunden kann, ist der Umstand, dass die Tage im Winter kürzer werden und es schon nachmittags dunkel ist. Um dem „Winterblues“ entgegen zu wirken besteht mein momentanes Lieblingsoutfit aus einer beigen Chinohose, einem weißen T-Shirt unter einem geblümten Camisole-Top, weißen Sneakern und einem auffällig gelben Teddymantel. Für kältere Tage würde ich allerdings z.B. den gelben gefütterten Parka von Esprit empfehlen. Der bringt nicht nur Farbe ins triste Einheitsgrau, sondern hält auch noch richtig warm! Das karierte Muster in der Kapuze gibt dem Ganzen noch das gewisse Extra. Hier findet ihr einige Teile des Looks zum Nachshoppen. Außerdem habe ich euch unter anderem das exakt gleiche Camisole-Top hier verlinkt und den Teddymantel für nicht ganz so eisige Tage im Bild (Für die Links zum Outfit ggf. Adblocker deaktivieren. / Please deactivate Adblocker to view all outfit links.)

 

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