Topinambur, das vergessene Grundnahrungsmittel

Topinambur
Lange galt Topinambur als Grundnahrungsmittel, heute ist sie fast vergessen. Ganz zu Unrecht, denn in ihr steckt viel Gutes!

Heutzutage wenig bekannt, im 17. Jahrhundert aber das Grundnahrungsmittel Deutschlands und Frankreichs: der Topinambur, besser bekannt als „Kartüffel“. Diese Bezeichnung beschreibt schon eher, was es mit der Knolle auf sich hat: Topinambur erinnert vom Geschmack her stark an Kartoffeln, von der sie im 18. Jahrhundert schließlich auch verdrängt wurde. Von der botanischen und optischen Seite unterscheidet sich die Knolle allerdings stark. Sie zählt zur selben Gattung wie die Sonnenblume und sieht aus wie Ingwer. Allerdings kann sie je nach Sorte unterschiedlich farbige Schalen haben – von hellbraun, über bläulich bis zu tiefviolett. Im Gegensatz zur üblichen Kartoffel hat der Topinambur besonders für Diabetiker einen großen Vorteil und wird deshalb auch Diabetiker-Kartoffel genannt. Schließlich ist in ihm ca. 16% Insulin enthalten und beeinflusst damit den Blutzuckerspiegel kaum. Aber auch für für alle Anderen ist das Nahrungsmittel gesund, schließlich stärkt es die Abwehrkräfte mit Vitaminen, ist gut verdaulich und sättigt durch die enthaltenen Ballaststoffe nachhaltig.

Topinambur als Püree, Suppe, Auflauf oder im Salat

Der Topinambur schmeckt gekocht sehr süß und nussig, kann aber sogar roh gegessen werden. Wenn man die rohe Kartüffel schneidet, kann sich das Fruchtfleisch durch den Kontakt mit Luft schnell dunkel verfärben, deswegen sollte man rohe Scheiben mit Zitronensaft oder Essig beträufeln. Als besonders lecker gelten sie Sorten Gute Gelbe und Bianka. Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, findet die Knolle in gut sortierten Gemüseläden oder auf dem Wochenmarkt. Sie hält sich im kühlen Keller Wochen und sogar Monate lang frisch, bei Zimmertemperatur oder im Kühlschrank dagegen 1-2 Wochen. Bevor man den Topinambur wie eine Kartoffel kocht, sollte man ihn schälen. Da das wegen seiner unregelmäßigen Knollenform aber schwierig werden kann, könnt ihr ihn auch einfach 1-2 Minuten im kochenden Wasser vorgaren, mit kaltem Wasser abschrecken und abkühlen lassen und die Schale dann bequem abpellen. Besonders wegen seiner Vielseitigkeit sollte der Topinambur wieder mehr geschätzt werden: egal ob als Püree, Suppe, Auflauf, im Salat oder als Gratin, mit der Knolle lässt sich einiges anstellen. Hier habe ich den Erdapfel mal ganz schlicht als Spalten gebacken, was als Beilage oder auch als ganze Mahlzeit super schmeckt!

Wusstet ihr, dass Topinambur mal eines unserer Grundnahrungsmittel war?

Gebackener Topinambur mit Sour-Cream-Dip
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Ingredients
  1. - 800g Topinambur
  2. - 2 rote Zwiebeln
  3. - 4 EL Olivenöl
  4. - 250g Creme fraiche
  5. - 250g Magerquark
  6. - Frühlingszwiebeln
  7. - etwas Zitronensaft
  8. - Schnittlauch
  9. - Petersilie
  10. - Rosmarin
  11. - Meersalz, Pfeffer
Instructions
  1. Topinambur und Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden.
  2. Beides mit Olivenöl vermengen und gut mit Salz und Peffer würzen.
  3. Auf einem Backblech im Backofen ca. 45 Minuten goldbraun backen und zwischendurch wenden.
  4. Während der letzten 10 Minuten den Rosmarin darüberstreuen.
  5. Für den Dip Frühlingszwiebeln, Schnittlauch und Petersilie klein hacken und mit Creme fraiche, Magerquark und etwas Zitronensaft verrühren.
  6. Topinambur-Spalten mit dem Sour-Cream-Dip servieren.
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